Gans lecker…!!!

Alle Jahre wieder ist es soweit… das große Gänseschlucken lockt liebe Freunde in der Vorweihnachtszeit und die hungrige Großfamilie zu den Festtagen an… und dann kommen die Fragen nach dem Rezept… und für alle, die nun auch mal den feißigen Fuchs geben wollen und sich eine Schürze vor dem Herd umhängen möchten, kommt hier mein ultimatives Gänserezept… eigentlich ist es ganz (Gans) leicht… und noch dazu ebenso lecker…

Zunächst lege ich mir alle Zutaten bereit… frische und getrocknete Früchte, also Äpfel, Orangen, Quitten, Pflaumen, Weintrauben, Aprikosen, Datteln, Maronen (Esskastanien), Paranüsse, Sonnenblumenkerne  und auch Gemüse, wie Paprika, Möhren und und und … dazu kommen jede Menge Zwiebeln, ganz wichtig – der Beifuß, Salz, Pfeffer und gut 5 Flaschen leckerer Rotwein… das alles wird dann die Grundlage für eine oberleckere Gänsesoße sein… und während des Köchelns und Bratens wird auch gern mal probiert, ob der Rotwein auch wirklich noch gut ist…

Ich beginne immer mit dem Säubern der Gans… aus der Tiefe des schwarzen Körpers werden noch verbliebene Innereien (Lunge, Nierchen) fein säuberlich entfernt… um hier eine gute Sicht zu haben nutze ich gern eine Stirnlampe zum Untersuchen der großräumigen „Gänsehöhle“…

… fühlt sich die Gans nun reinlich, geht es an die Füllung…. hier wird geschnippelt, was das Zeug hält… Obst, Gemüse, Nüsse und alles was oben sonst noch erwähnt wurde, wird kleingeschnitten, gemischt und gewürzt…

… dann geht es an das Befüllen… und was von der Füllung übrig bleibt, wird nach dem scharfen Anbraten mit in den Bräter und die Pfannen gegeben…

… ist das Befüllen abgeschlossen, wird zum OP-Besteck gegriffen und die Wunde mit Nadel und Faden verschlossen… danach geht es in den gemütlichen, vorgewärmten (heißen) Bräter…

… hier vergehen nun die ersten zwei bis drei Stunden auf dem Herd… wohlwollend schmurgelt das Gänslein auf dem Obst- und Gemüsebeet vor sich hin und tringt Rotwein, und trinkt Rotwein, und trinkt Rotwein…, … so geht es ihm ganz ausgezeichnet … um rundum eine schöne Bräunung zu erhalten, wird es dann und wann gedreht…. danach geht es in die Backröhre…

Auch hier verbringt die Ganz noch einmal weitere drei Stunden… abdeckt mit einer Art Rettungsdecke, die ein Austrocknen der Haut verhindert gaart das gute Stück nun vor sich hin…

… für alle, die nicht 6 Stunden lang das Tier in Topf und Pfanne an einem Stück pflegen möchten, sei die Empfehlung gegeben, den Bratvorgang auf zwei Tage zu verteilen…. , … ich lege nach dem Braten oben auf dem Herd immer eine größere Pause und gönne mir dann die Leber der Gans mit gebratenenZwiebeln und Äpfelneiner kleinen Salatdekoration und frischem Brot… die jährliche „Mitternachtsleber“ – dazu ein kühles dunkles Bierchen….

… nach diesem mitternächtlichen Gaumenschmaus lässt es sich prima ruhen und so kann es am nächsten Tag erfolgreich an das Vollenden des Bratens gehen…

…während es sich also das Tier im unteren Bereich des Herdes bei ca. 180 Grad gut gehen lässt, geht es oben auf den leuchtendroten Kreisen des Ceranfeldes an das Zubereiten der Soße. Nachdem ich das Gänsefett weitgehend abgeschöpft habe (das geht auch gut mit einem Glaskrug – hier sieht man genau die Grenze zwischen wahren Soßenbestandteilen und Fett – lässt sich von daher bequem abkippen), wird zunächst die gesamte „halbfertige“ Soße püriert und im Anschluss durch ein Sieb gefiltert… sodass eine stückenfreie Soße entsteht. Diese schwere durch den Rotwein dunkelfarbige Soße dampfe ich dann noch einmal ein. Hierfür nutze ich einen Stirr, der ein Anbrennen verhindert und das Eindampfen beschleunigt.

… durch die relativ hohe Menge an Rotwein entsteht eine schwere und äußerst wohlschmeckende Gänsesoße…

… gelegentlich muss nach dem Tier geschaut werden… hat das Fleisch noch nicht den angestrebten Garzustand erreicht, geht es abgedeckt zurück ins Rohr…

…nun ist es Zeit auch an die Dekoration zu denken…. ich bereite alle Zutaten vor, welche die Präsentation der Ganz vollenden sollen: Sternfruch, Kastanien, Ananas, Orangenscheiben, Madarinen, Salatblätter, Preiselbeeren, Weintrauben, Physalis, Kumquats, Litschies, kleine Tomaten, Gurkenscheiben und Kiwis aber auch Ebsenschoten und Karottensterne (ausgestochen) lege ich mir bereit… so lässt sich die fertige Gans später (in wenigen Mituten) perfekt ausdekorieren….

… der Rotwein hat nicht nur seine Farbspuren in der Soße hinterlassen, sondern auch die Haut der Gans ordentlich dunkel gefärbt…

… es bietet sich von daher an, einen schönen Kontrast auf der Haut mit Blattgold (100% – essbar) zu erzeugen. Dieses lässt sich einfach und bequem im Netz kaufen. Hierzu kann man auch mittels namenhafter Suchmaschinen nach „Essgold kaufen“ suchen…

… die letzten Minuten verbringt unser Braten nun unabgedeckt im Ofen, was die Haut knusprig und lecker werden lässt…

… mit einem Pinsel wird das Gold auf die Haut der nun knusprigen Gans aufgetragen. Bei der Benutzung eines Umluftherdes sollte man diese jedoch abschalten, da das hauchdünne Edelmetall sonst sehr schnell verweht wird….

… nun kann die heiße Gans den Ofen verlassen und zuasmmen mit Rotkraut, Erbsen, der leckeren Soße und natürlich Klößen den wartenden und hungrigen Gästen serviert werden…

… zuvor geht es aber noch einmal ans Dekorieren der ganzen Ganz, der Gänsebrust und den 4 Gänsekeueln (ca. 10 Personen)

… so kann sich das gebratene Tier nun wirklich sehen lassen… da ist Staunen vorprogrammiert!!! …

… dazu einen „beerigen“ trockenen Rotwein… und dann mal

Guten Appetit!

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